Ich habe diese Geschichte vor langer Zeit gehört und denke immer noch gelegentlich daran und lache. Anscheinend sagte ein alter Mann kurz vor seinem Tod:
„Endlich … möchte ich ein Cremebrötchen essen.“
Seine Familie eilte los, kaufte eines und reichte es ihm.
Der alte Mann hielt es mit seinen schwachen Händen und nahm langsam einen Bissen.
Dann sagte er zufrieden:
„Jetzt … habe ich keine Reue mehr …“
Mit diesen letzten Worten verstarb er friedlich.
Wenn man nur diesen Teil hört, klingt es nach einer etwas ergreifenden Geschichte. So nach dem Motto: Schön, dass er am Ende noch das essen konnte, was er wollte.
Aber diese Geschichte hat eine Fortsetzung.
Tatsächlich stellt sich heraus, dass der alte Mann nur den Rand des Brötchens gegessen hatte und noch nicht zur Creme gekommen war.
Nein, ich hätte gewollt, dass er wenigstens so weit kommt, bevor er zufrieden ist! (lol)
Aber seltsamerweise mag ich diese Geschichte. Sie ist albern, und doch habe ich sie lange in Erinnerung behalten.
Es ist kein schönes Ende wie im Film; es ist ein Ende, bei dem man denkt: „Moment, jetzt schon?!“
Und ich habe das Gefühl, dass das ein bisschen wie das Leben ist.
Ich habe das Gefühl, dass Menschen oft zufrieden sind, während sie auf dem Weg zu etwas sind, und nicht mit der Sache selbst, die sie eigentlich wollten.
Wie die Zeit vor einer Reise am aufregendsten ist. Oder wie die Zeit vor dem Kauf von etwas, das man sich gewünscht hat, am meisten Spaß macht.
Der alte Mann, der zufrieden war, ohne überhaupt zur Creme zu gelangen, wirkt sehr menschlich. (lol)
Außerdem gefällt mir persönlich an dieser Geschichte, dass niemand schuld ist.
Weder der alte Mann, noch die Familie, noch das Cremebrötchen.
Es ist nur, dass der Zeitpunkt ein bisschen komisch war. 🤏