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Mein Verständnis des "50 BTC Vorfalls"

@myanTokenGeek
CHINESISCH06. Okt. 2026
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TL;DR

Solv-Mitgründer Mike Meng stellt klar, dass das Einfrieren der 50 BTC auf Sicherheitsprotokolle zurückzuführen ist, die durch verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit einem früheren Hack ausgelöst wurden. Er verweist auf widersprüchliche Erklärungen der Nutzer und betont die Bedeutung des Risikomanagements gegenüber öffentlichem Druck.

Zum kürzlich viel diskutierten „50-BTC-Vorfall“ möchte ich Folgendes klarstellen: Ich habe mich bereits aus dem Tagesgeschäft von Solv zurückgezogen und war nicht in das BTC+-Geschäft involviert. Als der Vorfall passierte, wusste ich nichts davon. Später wandte sich der Nutzer, der sich als Opfer bezeichnete, an mich und bat mich, mit dem Business-Team zu sprechen. Anfangs verstand ich nicht ganz, warum dieses Asset so lange blockiert war, und habe das Team sogar im Namen des Nutzers zur Rede gestellt. Nachdem ich jedoch mehr über die Hintergründe erfuhr, wurde mir klar, dass der Fall komplex ist und man ihn nicht oberflächlich beurteilen kann.

Nachdem dieser Vorfall im Netz für hitzige Diskussionen gesorgt hat, ist es nur verständlich, dass die Öffentlichkeit mehr Informationen erwartet. Deshalb werde ich nach Rücksprache mit den zuständigen Teams – und ohne Vertraulichkeitsvereinbarungen zu verletzen – einige meiner Erkenntnisse teilen.

Solv hat im Juli öffentlich einen Sicherheitsvorfall bei BTC+ gemeldet, was vielen bereits bekannt ist. Was viele jedoch nicht wissen: Die Einzahlung dieser 50 BTC und die darauffolgenden Vorgänge bildeten wesentliche Voraussetzungen, die vom Angriffsvektor dieses Sicherheitsvorfalls ausgenutzt wurden.

Nur drei Tage nach diesen Vorgängen fand der erwähnte Angriff statt. Glücklicherweise konnte Solv den Angriff rechtzeitig erkennen und abwehren, wodurch die Gelder der BTC+-Nutzer geschützt wurden.

Das allein beweist noch keinen zwingenden Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen, reicht aber völlig aus, um eine verschärfte Sicherheitsprüfung auszulösen. Kein seriöses Projekt würde Auszahlungen einfach freigeben, solange solche Sicherheitsrisiken ungeklärt sind. Daher hat das Risk-Control-Team von Solv diese Gelder gesichert und den Nutzer aufgefordert, die Umstände rund um dieses Asset zu erklären.

Wäre es dabei geblieben, wäre die Sache nicht kompliziert geworden. Im weiteren Verlauf der Prüfung traten jedoch weitaus komplexere Umstände zutage.

Bitte beachten Sie: Während des gesamten Prüf- und Kommunikationsprozesses hat Solv von diesem Nutzer zu keinem Zeitpunkt ein KYC-Verfahren verlangt, noch wird dies von regulären BTC+-Nutzern gefordert. Ziel der Prüfung war es herauszufinden, ob die vom Nutzer vorgelegten Angaben zu Identität und Konten widerspruchsfrei waren, ob die betreffenden Konten tatsächlich von ihm kontrolliert wurden und ob seine Erklärungen zu den wichtigsten Transaktionen mit den objektiven Aufzeichnungen übereinstimmten. Anders gesagt: Es ging nicht um die Frage „Wer bist du wirklich?“, sondern darum, „Können die Informationen, die du dem Risk-Control-Team vorgelegt hast, sich gegenseitig bestätigen und einen glaubwürdigen, überprüfbaren Anspruch auf dieses Asset begründen?“

Genau hier lag das Problem. Das Risk-Control-Team teilte mir mit, dass der Nutzer, der sich als Opfer bezeichnete, in der weiteren Kommunikation mehrere unterschiedliche Namen und Online-Identitäten verwendete und behauptete, hinter allen stecke dieselbe Person. Gleichzeitig waren seine Erklärungen zur Nutzung der betreffenden Konten sowie zu einigen zentralen Fakten widersprüchlich.

Das Team nannte mir ein konkretes Beispiel, das einen Einblick in die größeren Ungereimtheiten gibt.

Bei der Erklärung seiner Transaktionen am 18. Juli gab der Nutzer an, er habe gehandelt, weil er gesehen habe, wie jemand anderes eine ähnliche Transaktion durchführte. Bei der Überprüfung stellte sich jedoch heraus, dass die genannte Transaktion erst am 20. Juli stattfand – er hätte sie unmöglich zwei Tage vorher sehen können. Daraufhin behauptete er, er habe sich auf Inhalte der offiziellen Solv-Website gestützt. Doch die Seite enthielt zu diesem Zeitpunkt gar nicht die Informationen, die er gesehen haben wollte. Zudem stimmten seine Erklärungen weder mit seinen eigenen Transaktionsaufzeichnungen noch mit anderen zeitgleich vorliegenden Unterlagen überein.

Solche Widersprüche traten an mehreren Stellen auf. Dadurch wurde die durch den Sicherheitsvorfall ausgelöste Risikokontrolle nicht nur nicht aufgehoben, sondern es entstanden neue Verdachtsmomente, die das Risk-Control-Team zu tiefergehenden Ermittlungen zwangen.

Der Standpunkt des Risk-Control-Teams lautet: Unabhängig vom öffentlichen Druck auf X dürfen klar erkennbare Risiken nicht ignoriert werden, solange diese Verdachtsmomente und Gefahren nicht ausgeräumt sind. Die Sicherheitsmaßnahmen können nicht aufgehoben werden. Das ist ihre berufliche Pflicht und Verantwortung.

So stellt sich die Situation dar, die ich kürzlich mit dem Solv-Team abgeklärt habe. Da die Untersuchung nun nach Standardverfahren intensiv weiterläuft, bin ich über viele Details nicht mehr informiert. Ich persönlich verfolge diesen Vorfall sehr aufmerksam und hoffe auf eine schnelle und zufriedenstellende Lösung.

Soweit ich weiß, hat sich das Risk-Control-Team von Solv nie geweigert, die Angelegenheit über ordentliche Wege wie gerichtliche Verfahren zu klären. Alternativ gilt: Wenn die betroffene Person ihre wahre Identität nicht direkt gegenüber Solv offenlegen möchte, kann sie Solv formell über vertrauenswürdige Vertreter wie Anwälte kontaktieren.

Darüber hinaus hoffe ich persönlich, dass wirklich professionelle und unabhängige Sicherheitsunternehmen diesen Fall aufmerksam verfolgen und eigenständige Einschätzungen sowie Empfehlungen abgeben. Solv wird solche Meinungen in hohem Maße respektieren.

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um noch ein paar weitere Worte zu sagen. Die folgenden Gedanken sind meine persönlichen Überlegungen und geben nicht die Position von Solv wieder.

In dieser Zeit haben mir viele Menschen Nachrichten geschickt – darunter Angriffe, Beleidigungen und Drohungen, die man durchaus als „Cybermobbing“ bezeichnen könnte. Viele Freunde meldeten sich nicht nur, um nach dem Vorfall zu fragen, sondern auch, weil sie sich Sorgen um meinen mentalen Zustand machten.

Aber alle haben sich zu viele Gedanken gemacht. Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass die aktuelle Generation chinesischer Krypto-Twitter-Nutzer über ein enormes Gerechtigkeitsempfinden verfügt, was beruhigend ist. Dafür gebe ich ihnen gerne einen Daumen nach oben. In den vergangenen Jahren hatte ich beim Thema „Draufhauen“ immer das Gefühl, die chinesische Krypto-Community sei nicht entschlossen genug gewesen, wodurch betrügerische Machenschaften – ob dreist, angepasst oder raffiniert – viel zu leicht Profit abwarfen. Ich hoffe, dass alle weiterhin das Böse verabscheuen und mehr Druck auf Betrüger ausüben, denn das hilft der Branche, wieder auf die Beine zu kommen. Diesmal standen wir selbst im Rampenlicht. Auch wenn es Missverständnisse gab, zeigt es doch, dass die Kraft der Gerechtigkeit in unserer Branche wächst.

Angesichts eines derart komplexen Krypto-Dark-Forests und solch ungewöhnlicher Situationen müssen rechtschaffene Twitter-Nutzer jedoch lernen, öfter nach dem „Warum“ zu fragen.

Ich war schon immer der Meinung, dass Liu Cixins Roman Die drei Sonnen neben seinen sci-fi-Errungenschaften noch einen weiteren wichtigen Beitrag geleistet hat: Er hat der modernen chinesischen Sprache ein neues geflügeltes Wort beschert – „Wo etwas ungewöhnlich erscheint, steckt ein Trick dahinter.“ Dieser Satz passt besonders gut zur Krypto-Welt, in der es unzählige Tricks gibt. Wenn dir etwas unlogisch erscheint, ziehe keine voreiligen Schlüsse. Tritt einen Schritt zurück, nimm dir Zeit zum Beobachten und Nachdenken – so vermeidest du große Fehler.

Viele Twitter-Nutzer warfen Solv direkt vor, Kundengelder zu veruntreuen, zu beschlagnahmen oder zu schlucken. Ich frage euch: Seht ihr das „Ungewöhnliche“ daran nicht?

Erstens ist Solv kein kleines Projekt. Es existiert seit sechs Jahren, und sein Token ist an über 30 großen Börsen gelistet. Selbst im aktuellen tiefen Bärenmarkt läuft der Betrieb normal, und es werden neue Geschäftsbereiche gestartet. Würde ein solches Projekt seinen Ruf und seine Zukunft für 50 BTC aufs Spiel setzen?

Zweitens ist die Behauptung, Solv würde „Kundengelder veruntreuen“, meilenweit von den Fakten entfernt. Man kann argumentieren, dass Solvs Risikokontrolle zu streng ist, aber „Veruntreuung“? Was genau ist Veruntreuung? Soweit ich weiß, ist dieses Asset vollständig intakt, on-chain sichtbar und wurde weder transferiert, verpfändet noch anderweitig verwertet. Ein- und Auszahlungen anderer BTC+-Nutzer funktionieren normal und sind nicht beeinträchtigt. Wer veruntreut Kundengelder auf diese Weise? Einfach nur einfrieren, vollständig on-chain sichtbar, ohne Transfer, Mixing, Ausweitung des Umfangs oder dass sich jemand etwas in die eigene Tasche steckt – stattdessen nur Beschimpfungen kassieren und nichts verdienen – funktioniert Veruntreuung so? Ein Projekt mit eingefrorenen Geldern unter öffentlicher Aufsicht zu testen – welches Projekt hält so einem Test stand?

Drittens pflegt Solv als sechsjähriges Projekt öffentliche Kooperationen mit zahlreichen Institutionen der Branche. Das bedeutet, es muss sich vielfältigen Auflagen von Partnern, Nutzern, Gesetzen und Gerichtsverfahren stellen. Die Namen und die Anzahl dieser Institutionen könnt ihr auf der offiziellen Website von Solv nachlesen. Darüber hinaus richtet sich Solvs Geschäft nicht rein an Endkunden (2C), sondern ist stark von diesem Kooperationsnetzwerk abhängig. Erfolg oder Misserfolg hängen davon ab. Diese Institutionen bilden starke Kontroll- und Aufsichtsmechanismen. Wenn Solv Kundengelder unterschlagen würde, glaubt ihr wirklich, diese Partner würden das tolerieren?

Viertens ist Solv von Tag eins an ein Projekt mit echten Identitäten gewesen. Hätten wir wirklich Kundengelder veruntreut, könnten wir dann einfach abtauchen? Als Solv startete, während des DeFi-Sommers 2020, waren anonyme Projekte schwer im Trend, und einige Influencer vertraten die Ansicht, echte DeFi-Projekte müssten anonym sein. Wir entschieden uns jedoch bewusst dafür, von Anfang an mit unseren echten Namen aufzutreten, um Verantwortungsbewusstsein zu zeigen. Bitte nutzt euren gesunden Menschenverstand: Projekte mit echten Identitäten wie Solv müssen gesetzliche Vorgaben und Gerichtsurteile befolgen. Wir sind kein anonymes oder pseudonymes Projekt, das im Dark Forest verschwinden kann. Wir können nicht fliehen, also würden wir niemals unsere Würde opfern, nur um zu überleben.

Zusammenfassend: Euer Gerechtigkeitssinn ist lobenswert, aber ihr habt die Sache zu stark vereinfacht.

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte an diesen Freund richten. Vor einigen Wochen hast du mich per DM kontaktiert und mich gebeten, die Dinge voranzutreiben. Habe ich dir aufmerksam zugehört? Habe ich alle Unterlagen, die du mir gegeben hast, an das Team weitergeleitet? Anfangs habe ich das Team mangels vollständiger Informationen in deinem Namen gedrängt und sogar gefragt, warum sie so übervorsichtig seien. Das weißt du genau.

Gerade weil ich später mehr erfahren habe, wurde mir zunehmend klar, warum das Risk-Control-Team es nicht wagte, die Gelder freizugeben.

Ich denke, was du tun musst, ist ganz einfach: Arbeite mit dem Risk-Control-Team zusammen, um die relevanten Fakten zu klären. Wie schwer kann das sein?

Wenn dieses Asset wirklich dir gehört und deine Erklärungen wahrheitsgemäß sind, solltest du nicht jeden Tag einen PR-Krieg gegen Solv auf X führen. Such dir stattdessen einen Anwalt und nutze eine glaubwürdige, überprüfbare Identität, die Verantwortung für ihre Aussagen trägt, um alles ein für alle Mal zu erklären – anstatt deine Version der zentralen Fakten ständig zu ändern und diesen komplexen Vorfall auf „Solv hat meine 50 BTC grundlos einbehalten“ zu reduzieren.

Nach allem, was ich weiß, entspricht das nicht den Tatsachen.

Wer mir auf Twitter folgt, weiß, dass mein eigentlicher Schwerpunkt in den letzten ein bis zwei Jahren auf KI, RWA und neuen US-Regulierungsvorschriften lag. Solvs Geschäft richtet sich nicht rein an Endkunden, sondern ist stark von diesem Kooperationsnetzwerk abhängig.

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